Green Logistics – angewandte Praxis anstatt Zukunftstheorie

Frikus & Kässbohrer setzen ökologisches Shuttle-Konzept im Auftrag von Magna und BMW erfolgreich um

Während vielerorts über zukünftige und möglichst ökologische Logistikkonzepte noch diskutiert wird, setzt Magna Graz mit dem „smart factory“-Konzept neue Maßstäbe für eine nachhaltige Werks- und Fahrzeuglogistik. Logistik wird dabei als ganzheitliches System verstanden, u.a. von der Teilezulieferung und Lagerwirtschaft, über sämtliche Qualitäts-, Montage- und Wertschöpfungsprozesse bis hin zum Transport von auslieferfertigen Premium-Automobilen – wie im Fall der neuen 5er Serie von BMW. Michael Druml,

Director Global Purchasing & Logistics von Magna Steyr, sieht den Schlüssel für effiziente Abläufe und Logistik in einer möglichst sinnvollen Kombination zwischen den modernen technologischen Möglichkeiten und praktischem Nutzen: „Schneller werden, zu geringeren Kosten und mit mehr Effizienz produzieren – und bessere Qualität liefern, das ist die Philosophie und das Ziel unserer smart factories.“

 

Wertschöpfungsprozesse nachhaltig zu gestalten, bedeutet auch, die Systemumwelten und das Umweltsystem zu verstehen und in die logistischen Abläufe zu integrieren. Im Fall der Neufahrzeugauslieferung hat diese Aufgabe das steirische Transportunternehmen Frikus für das Magna-Werk übernommen und die Vorgaben des Kunden BMW im Sinne wirtschaftlicher und ökologischer Abläufe gemeinsam mit dem Aufbaupartner Kässbohrer in die logistische Praxis umgesetzt: anstatt konventioneller Fahrzeugtransporter werden für die Fahrzeugumfuhren im Shuttleverkehr speziell entwickelte Aufbauten mit zusätzlichem elektro-hydraulischen Antrieb für nahezu emissionsfreie Beladevorgänge im Magna-Werk eingesetzt. Anstatt aufwendiger Lithium-Ionen-Batterien oder AGM-Batterien werden für den Elektrobetrieb der Fahrzeughydraulik konventionelle Nassbatterien als Energiespeicher verwendet, die durch die LKW-Lichtmaschine während des Fahrtbetriebes geladen werden. Das System basiert darauf, dass nur dann Energie produziert und verbraucht wird, wenn sie benötigt wird. Während des Be- und Entladevorganges wird der LKW-Motor abgestellt. Das im konventionellen Betrieb notwendige Starten und Stoppen des Motors zum Betrieb der Hydraulikanlage entfällt gänzlich. Pro Umlauf werden rund 1500 Wattstunden aufgenommen.

 

Neben Emissionsreduzierung und Lärmvermeidung durch eine besonders schallarme Aufbautechnik erfordern effiziente Logistiksysteme vor allem auch eine Verdichtung der Transportvolumina – gerade auch im Bereich der Finished Vehicle Logistics.

 

„Wenn es um den bestmöglichen Ladefaktor beim Transport großvolumiger PKWs geht, ist für uns Kässbohrer ein wichtiger Sparringpartner beim Ausreizen des technisch Möglichen. Jedes Fahrzeug mehr am Autotransporter bedeutet nicht nur mehr Wirtschaftlichkeit, sondern auch einen wichtigen Beitrag im Sinne der Ökologie und Nachhaltigkeit im Straßenverkehr“, so Roland Amtmann, Geschäftsführer der Firma Frikus. Alle im Kundenauftrag gefertigten Fahrzeuge nachhaltig und effizient von A nach B zu transportieren wird auch in Zukunft ein entscheidendes Schlüsselkriterium bei Magna in Graz bleiben, wenn es um die Umsetzung der weiteren Innovations- und Wachstumsstrategie gemeinsam mit führenden Automobilherstellern geht.

 

 

Eingebaute Batterieeinheit am Fahrzeug, 3D Zeichnung der Batterieeinheit

 

Bild-Quellverzeichnis:

Bild mit Frikus und BMW Fahrzeuge: © Magna Steyr AG & Co KG

Bild Batterieeinheit: © Kässbohrer Transport Technik GmbH

 

 

Kurzportrait Magna Steyr AG & Co KG

Magna Steyr ist weltweit führender, markenunabhängiger Entwicklungs- und Fertigungspartner der Automobilhersteller. Mit hochflexiblen Entwicklungs- und Fertigungsstrategien bietet Magna Steyr den OEMs Lösungen für ein breites Spektrum von Leistungsumfängen: Von Systemen und Modulen bis zum Gesamtfahrzeug, flexible Lösungen von Nischen- bis Volumenfertigung.

 

Kurzportrait Frikus Transportlogistik GmbH

FRIKUS wurde im Jahr 1928 als Transportunternehmen gegründet und 2012 durch die LAGERMAX Gruppe übernommen. Heute fungiert das Unternehmen eigenständig als Anbieter von Logistik- und Transportlösungen für nationale und internationale Kunden. Es kann aber gleichzeitig auf das Netzwerk der LAGERMAX Gruppe zurückgreifen um bestmögliche Synergien im Sinne von Kunden und Umwelt zu erzielen. Die Verbindung von Logistik-Kompetenz mit einem großen Fuhrpark macht FRIKUS zu dem Spezialisten für die Entwicklung und Umsetzung individueller Logistiklösungen.

 

 

Kontakt Kässbohrer:

Kässbohrer Transport Technik GmbH

Markus Guggenbichler, Projektleitung

Nicole Lettner, Marketing; Tel. +43 664 30 21 031

E-Mail: nicole.lettner@kaessbohrer.at;